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Jun. Prof. Dr. techn. Michael Schindelegger

... hat in Hannover Geodäsie und Geoinformatik studiert und ist in Bonn seit 2016 Professor für Geoinformation

 
 
 
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Wie sind sie Professor in Bonn geworden?

Nach Promotion 2014 (formal 2015) und gut drei Jahren Postdoc an der Technischen Universität Wien war die Zeit gekommen, einen Wechsel zu wagen. Der Ausschreibung um die Juniorprofessur schenkte ich – u.a. aufgrund der Geburt meines älteren Sohnes – zunächst wenig Aufmerksamkeit. Kurz vor Ende der Bewerbungsfrist gab mir Prof. Johannes Böhm schlussendlich den entscheidenden Hinweis.
 
 

Arbeiten Sie gerne in Bonn?

Aus einer Millionenstadt kommend genieße ich das etwas beschaulichere Leben in Bonn und vor allem die kurzen Wege ins Grüne. Die Studenten sind überaus aufgeschlossen und zwischen den Arbeitsgruppen am Institut, aber auch innerhalb der Fakultät, besteht ein starkes „Miteinander“. Gleichzeitig passiert ringsum Forschung im internationalen Spitzenfeld, was die Chance auf vielfältige Kooperationen eröffnet.
 
 

Finden Sie Ihre Arbeit spannend?

Dazu aus den Simpsons: „There’s nothing more exciting than science. You get all the fun of sitting still, being quiet, writing down numbers, paying attention. Science has it all.“
 
 

Welchen Stellenwert hat für Sie die Lehre?

Für mich als Professor hat gute Lehre oberste Priorität. Es ist nichts was ich aus dem Ärmel schüttle, sondern setzt gute Vorbereitung und sorgfältige Strukturierung des Materials voraus. Die Studenten sollen gefordert werden, dürfen den Überblick aber nie verlieren. Wenn ich sie bei einem spannenden Thema in den Bann gezogen habe, ist der Tag gelungen.
 

Darf man Sie auch außerhalb der Vorlesungen persönlich ansprechen, wenn man eine Frage hat?

Selbstverständlich, ich versuche immer so umfassend wie möglich zu antworten, vielleicht auch mit der ein oder anderen Anekdote.
 
 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Meine Freizeit gehört voll und ganz der Familie. Geht hier und da ein Fenster für mich alleine auf, nutze ich es für Laufen oder Radfahren oder verliere mich in Zeitgeschichte.
 
 

Wie beginnt für Sie der ideale Arbeitstag?

Mit ordentlichem Filterkaffee und Lektüre aus dem INCOME directory.
 
 

Haben Sie als Student schon mal eine Klausur vergeigt?

Genau genommen, ja, und zwar Mathematik I. Ich blieb bei einem Beispiel hängen, welches in geschlossener Form offenkundig nicht lösbar war. Tatsächlich hatte sich ein Fehler in der Angabe eingeschlichen, und die Klausur wurde zum Glück nicht gewertet.
 
 

Warum soll ein aufgeweckter junger Mensch ausgerechnet Geodäsie studieren? 

Ich bin immer wieder von der Breite und Vielschichtigkeit des Geodäsie-Studiums überrascht. In der Mathematik und Physik, aber auch beim Programmieren, geht es richtig schön in die Tiefe, und das macht einem in vielen Gebieten zum „Objekt der Begierde“. Für viele drückende Fragen der Menschheit, vom Meeresspiegelanstieg bis zur nachhaltigen Pflanzenproduktion, ist geodätisches Know-how unersetzlich.
 

Wenn zu Ihnen die Bundeskanzlerin, ein Kultusminister, ein Wissenschaftsminister oder ein Schulleiter käme und sagt, Sie haben einen Wunsch frei – was würden Sie antworten?

Hier schlage ich in die gleiche Kerbe wie meine Kollegen. Naturwissenschaftliches Denken, Neugier gegenüber der Technik und kritisches Hinterfragen von Zusammenhängen muss heute mehr denn je gefördert werden. Das ist nicht nur der Nährboden für die nächste Generation von Wissenschaftlern, Fachkräften und hoffentlich auch Politikern, sondern sensibilisiert auch im Umgang mit Ressourcen und unserem Planeten ganz allgemein.
 
 

 

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