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Jun.-Prof. Dr.-Ing. Ribana Roscher

... hat in Bonn Geodäsie studiert. Seit Anfang 2016 ist sie die erste Junior-ProfessorIN in der Bonner Geodäsie und vertritt den Bereich Fernerkundung.

 
 
 
Ribana RoscherRibana RoscherRibana Roscher

Wie sind sie Professor in Bonn geworden?

Nach meinem Studium und Promotion an der Uni Bonn bin ich zunächst nach Berlin um dort an der Freien Universität im Bereich der Fernerkundung zu arbeiten. Als in Bonn die Juniorprofessur für Fernerkundung ausgeschrieben wurde, habe ich die Chance ergriffen um wieder nach Bonn zurückzukehren.
 
 

Arbeiten Sie gerne in Bonn?

Bonn ist sowohl beruflich als auch privat großartig. Die Arbeit mit meinen Kollegen und den Studierenden ist herausfordernd, motiviert und macht jede Menge Spaß, was das Institut einzigartig macht. Ich habe bereits in einer Großzahl anderer Städte gelebt, es hat mich aber immer wieder nach Bonn gezogen. Die Stadt hat genau die richtige Größe und Lage, so dass man hier als auch in näherer Umgebung viel erleben und unternehmen kann. Man merkt aber auch, dass Bonn nie seinen persönlichen Charme verloren hat. Unterwegs unerwartet Freunden zu begegnen, ist somit keine Seltenheit.
 
 

Finden Sie Ihre Arbeit spannend?

Unglaublich spannend. Die Fernerkundung umfasst ein enormes Gebiet an Forschungsfragen und Anwendungen. Da sich das Institut mit vielen Themenkomplexen aus den Geowissenschaften von der Pflanze bis zum Satelliten beschäftigt, wird meine Arbeit nie langweilig. Ich genieße es mit den Kollegen aus verschiedenen Fachbereichen zusammen zu kommen, zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu finden. Außerdem ist es überaus faszinierend Wissen aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Mathematik oder der künstlichen Intelligenz für das Lösen von Aufgaben in der Fernerkundung einzusetzen.
 
 

Welchen Stellenwert hat für Sie die Lehre?

Die Weitergabe von grundlegendem Wissen und aktueller Forschung ist wichtig und hat einen hohen Stellenwert in meinem Beruf. Ich freue mich jedes Mal, wenn Studenten sich bei der Lehre für das Fach begeistern lassen, was mich regelmäßig aufs Neue motiviert diese Begeisterung zu wecken. Auf Grund der geringen Größe des Studiengangs ist es möglich die Lehre sehr individuell zu gestalten, was sowohl für die Studierenden als auch für mich toll ist.
 

Darf man Sie auch außerhalb der Vorlesungen persönlich ansprechen, wenn man eine Frage hat?

Selbstverständlich. Ich stehe immer gerne zur Verfügung, ob persönlich oder auf anderen Kommunikationswegen. Wenn ich nicht anzutreffen bin, versuche in der Regel zügig auf Nachrichten zu antworten, egal ob Tag oder Nacht. Eine gute und reibungslose Kommunikation zwischen Studierenden und Professoren ist mir wichtig.
 
 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Das ändert sich häufig, da ich gerne neue Dinge ausprobiere. Ich kann mich zum Beispiel für Urban Gardening begeistern und treffe gerne und oft Freunde. Sofern es möglich ist, verreise ich. Mich zieht es häufig in die Ferne, da ich es spannend finde neue Orte und Menschen kennenzulernen.
 
 

Wie beginnt für Sie der ideale Arbeitstag?

Das ist unterschiedlich und ändert sich häufig. Momentan lege ich gerne den Weg zu meiner Arbeit zu Fuß zurück um munter zu werden. Bei einem ersten Kaffee lese ich meine E-Mails und plane den Tag.
 
 

Haben Sie als Student schon mal eine Klausur vergeigt?

Leider nicht nur eine. Es gibt wohl für jeden Fächer, die einem nicht so gut liegen.
 
 

Warum soll ein aufgeweckter junger Mensch ausgerechnet Geodäsie studieren? 

Es gibt nur wenige Fächer in dem so ein breitgefächertes Wissen vermittelt wird wie in der Geodäsie. Man lernt selbständig an Problemstellungen heranzugehen und diese zu lösen. Ich bin mir sicher, dass der Arbeitsmarkt für jeden Absolventen interessante und abwechslungsreiche Jobs zu bieten hat, auch wenn es sich nicht unmittelbar um Geodäsie handelt.
 

Wenn zu Ihnen die Bundeskanzlerin, ein Kultusminister, ein Wissenschaftsminister oder ein Schulleiter käme und sagt, Sie haben einen Wunsch frei – was würden Sie antworten?

Da die Analyse von Daten, egal welcher Art, einen immer größeren Stellenwert einnimmt, sollte sichergestellt werden, dass dafür fundierte Kenntnisse in der Schule gelegt werden. Dabei sollte das Lernen von Denken und Verstehen eher im Mittelpunkt stehen als das Abarbeiten eines immensen Lehrplans, was leider häufig zum "auswendig lernen und wieder vergessen" führt. Außerdem würde ich mir wünschen, dass eine Unilaufbahn mehr gefördert wird und dass mehr Menschen die Möglichkeit gegeben wird an der Uni zu arbeiten. Das würde dazu führen, dass Wissenschaft nicht mehr als Risikokarriere gilt und viele talentierte Menschen an der Universität bleiben könnten.
 
 

 

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