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Jun.-Prof. Dr. Sven Lautenbach

... hat in Heidelberg und Osnabrück studiert und ist seit 2012 Junior-Professor für Landnutzungsmodellierung und ökologische Dienstleistungen.

 
 
 
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Wie sind sie Professor in Bonn geworden?

Nicht auf direktem Weg. Nach dem Studium in Heidelberg und Osnabrück habe ich zunächst in Osnabrück promoviert und bin dann nach Leipzig ans Helmholtz Zentrum für Umweltforschung gewechselt. Und dann gab es diese Junior-Professur, die extrem gut auf mein Profil zu passen schien.
 
 

Arbeiten Sie gerne in Bonn?

Ja. Das Betriebsklima ist großartig, das IGG, die Fakultät und die Universität bieten jede Menge spannende Möglichkeiten fachlichen Austausch und Zusammenarbeit. Die rheinländische Mentalität macht es einem auch wirklich leicht, sich in Bonn wohl zu fühlen.
 
 

Finden Sie Ihre Arbeit spannend?

Absolut. Ich bin ein neugieriger Mensch und es gibt nichts spannenderes, als an neuen Erkenntnissen zu forschen, neue Methoden zu entwickeln und zu erlernen, Ergebnisse und das weitere Vorgehen mit hoch motivierten Studierenden und Doktoranden zu planen und sich zu überlegen, wo die wissenschaftliche Reise in den nächsten Jahren hingehen soll. Zugegebenermaßen gibt es Phasen in denen Berichtspflichten und Email-Flut das Professorendasein in nicht ganz so attraktivem Licht erscheinen lassen – aber in Summe überwiegt das Positive deutlich.
 
 

Welchen Stellenwert hat für Sie die Lehre?

Lehre ist eine Herausforderung der ich mich gerne stelle. Ich habe Spaß am Vermitteln von Wissen und daran, mit Studierenden zu interagieren. Zu sehen, wie sich aus Studierenden selbständige Wissenschaftler und Praktiker herausbilden erfüllt mich immer wieder mit Freude. Auch wenn man den eigenen Beitrag dazu nicht überschätzen sollte ist es doch schön das Gefühl zu haben, jungen Menschen auf ihrem Weg ein wenig weitergeholfen zu haben.
 

Darf man Sie auch außerhalb der Vorlesungen persönlich ansprechen, wenn man eine Frage hat?

Gerne. Auch wenn die Zeit immer knapp ist versuche ich mir immer Zeit für Fragen zu nehmen. Lehre lebt nun mal von Interaktion. Je mehr Rückmeldung ich – insbesondere auch durch Fragen – erhalte, desto besser kann ich mich auf die Bedürfnisse der Studierenden einstellen.
 
 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Wenn die Zeit es zulässt bin ich gerne an der Kletterwand, noch lieber draußen in der Wand, am Berg oder auch einfach nur im Wald.
 
 

Wie beginnt für Sie der ideale Arbeitstag?

Da ich eher der Nachtarbeiter als der Frühaufsteher bin, beginnt er am besten nicht allzu früh. In jedem Fall braucht es für mich einen Kaffee als Start in den Arbeitstag. Im Idealfall kann ich mich morgens 1-2 Stunden konzentriert und frisch mit einer Fragestellung befassen (gerne auch eine Vorlesung am morgen) bevor ich in den Multi-tasking Modus wechseln muss.
 
 

Haben Sie als Student schon mal eine Klausur vergeigt?

Als Student lief das eigentlich alles recht rund – zu Schulzeiten war das schon eher mal kritisch. Fehler machen ist ja in der Regel auch nichts schlimmes (naja, beim Bergsteigen schon), zumeist kann man aus ihnen ja wertvolle Erkenntnisse gewinnen.
 
 

Warum soll ein aufgeweckter junger Mensch ausgerechnet Geodäsie studieren? 

Weil sich die Geodäsie mit der Lösung spannender und gesellschaftlich relevanter Fragestellungen beschäftigt. Weil das Studium der Geodäsie eine sehr gut methodische Ausbildung bietet, die sich vielfältig einsetzen lässt. Weil es gute Berufsaussichten gibt. Weil es – zumindest in Bonn, wo ich das beurteilen kann – eine sehr gute Betreuung durch die Lehrenden gibt. Weil die Geodäsie einfach spannend und vielfältig ist.
 

Wenn zu Ihnen die Bundeskanzlerin, ein Kultusminister, ein Wissenschaftsminister oder ein Schulleiter käme und sagt, Sie haben einen Wunsch frei – was würden Sie antworten?

Generell würde ich mir – nicht ganz uneigennützig – eine Verbesserung der Chancen und Fördermöglichkeiten von Nachwuchswissenschaftlern wünschen, eine Wiederbelebung des Mittelbaus an den Hochschulen, ein höheres Gewicht naturwissenschaftlicher Argumente in der Politik und ein verstärktes Bestreben Chancenungleichheiten bereits in der Grund- und Vorschule abzubauen.
 
 

 

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