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Prof. Dr.-Ing. Jan-Henrik Haunert

... hat in Hannover Geodäsie und Geoinformatik studiert und ist in Bonn seit 2016 Professor für Geoinformation

 
 
 
Jan-Henrik Haunert

Wie sind sie Professor in Bonn geworden?

Ich habe in Hannover Geodäsie und Geoinformatik studiert und bin dadurch ein waschechter Ingenieur. An meinen letzten beiden Stationen in Würzburg und Osnabrück war ich jeweils am Institut für Informatik tätig und habe begierig Neues gelernt, zum Beispiel über effiziente Algorithmen. Mit der Professur am Bonner Institut für Geodäsie und Geoinformation schließt sich in fachlicher Hinsicht ein Kreis. Heute entwickle ich Algorithmen für die Analyse und Visualisierung von Geoinformation.
 
 

Arbeiten Sie gerne in Bonn?

Ich arbeite in einem herrlichen Altbau mit Blick auf das Poppelsdorfer Schloss. Auch schätze ich die sehr zentrale Lage, denn in vielen anderen Städten liegt der Campus weit außerhalb am Stadtrand. Und nicht zuletzt gibt es hier viele Menschen, die spannende Forschung betreiben.
 
 

Finden Sie Ihre Arbeit spannend?

Ich war schon als Kind von Landkarten fasziniert. Dass ich heute an Problemen der Automation in der Kartographie arbeiten kann, nehme ich als ein großes Geschenk wahr.
 
 

Welchen Stellenwert hat für Sie die Lehre?

Letztendlich ist es wichtig, welche Spuren wir mit unserem Wirken hinterlassen – das gilt für die Forschung wie für die Lehre. Ich hoffe, dass meine Studierenden aus meinen Vorlesungen eigene Ideen entwickeln, um selbst etwas Neues entstehen zu lassen.
 

Darf man Sie auch außerhalb der Vorlesungen persönlich ansprechen, wenn man eine Frage hat?

Sehr gerne. Deswegen steht meine Tür meistens offen.
 
 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich unternehme gerne lange Wanderungen und Radtouren, im Urlaub auch über mehrere Tage oder Wochen. Als Jugendlicher bin ich mit dem Fahrrad von meiner Geburtsstadt Hannover nach Bonn gefahren und habe dabei meine heutige Heimat zum ersten Mal besucht. Außerdem spiele ich Trompete.
 
 

Wie beginnt für Sie der ideale Arbeitstag?

Hoffentlich gut gelaunt nach reichlich Schlaf.
 
 

Haben Sie als Student schon mal eine Klausur vergeigt?

Wirklich vergeigt? – Das käme für mich als Blechbläser schon nicht infrage. Tatsächlich war das Resultat meist besser als das Gefühl direkt nach der Klausur.
 
 

Warum soll ein aufgeweckter junger Mensch ausgerechnet Geodäsie studieren? 

Wie keine andere Disziplin hat die Geodäsie ihre Notwendigkeit über die Jahrtausende hinweg immer wieder unter Beweis gestellt – sei es beim Bau der Pyramiden, der Entdeckung ferner Kontinente oder der Eroberung des Weltraums. Doch erst in den letzten Jahren erfährt sie Anwendungen in Massenmärkten: In jedem Smartphone und in jedem Navi steckt ein GPS-Empfänger; übers Internet hat jeder Mensch Zugriff auf detaillierte Landkarten, deren Aktualisierung eine große Herausforderung darstellt. Die Zeit der Geodäsie ist gekommen! Wer vor Mathematik, Physik und Informatik nicht zurückschreckt, ist ihr bestens gewappnet.
 

Wenn zu Ihnen die Bundeskanzlerin, ein Kultusminister, ein Wissenschaftsminister oder ein Schulleiter käme und sagt, Sie haben einen Wunsch frei – was würden Sie antworten?

Junge Menschen gehen oft ein hohes Risiko ein, wenn sie sich für eine wissenschaftliche Karriere entscheiden, denn Nachwuchsstellen sind in der Regel befristet. Zumindest eine bessere Planbarkeit würde ich mir wünschen. Zum Beispiel könnte man Juniorprofessuren entfristen, wenn zuvor definierte Ziele erreicht werden. Dies würde auch zu mehr Kontinuität in der Lehre führen.
 
 

 

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