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Was ist eigentlich Geodäsie?

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Der Tag der offenen Tür findet dieses Jahr zeit­gleich mit dem Uni-Sommer­fest statt. Hier erfahrt ihr alles über das Studium der "Geodäsie und Geoinfor­mation" in Bonn!

 

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Laura Jensen

 

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Ein Berufswahltest machte mich in der Oberstufe auf den Studiengang Geodäsie aufmerksam. Und nach einem Besuch des Schnuppertages an der Uni Bonn war die Sache klar: ich will Geodäsie studieren. Es war eine sehr gute Entscheidung. Durch die relativ geringen Jahrgangsstärken herrscht im Studiengang eine persönliche Atmosphäre. Für Mitarbeiter und Professoren ist man nicht nur Einer unter Vielen, sondern oft namentlich bekannt. Die Übungsgruppen sind klein und die Betreuung daher ausgezeichnet. Unter meinen Kommilitonen fand ich schnell gute Freunde.

Das Studium bestand für mich nicht nur aus Vorlesungen, Übungen, Praktika und Prüfungen, sondern auch aus vielen unvergesslichen Erlebnissen. Da ich Mitglied in der Fachschaft war, fuhr ich im dritten Semester zum ersten Mal zu einem Treffen der Arbeitsgemeinschaft für Geodäsiestudierende (ARGEOS). Dort begegnete ich einem Studenten aus Karlsruhe, der ganz begeistert von einer Fahrt mit dem Forschungsschiff Polarstern in die Antarktis erzählte. Ich war Feuer und Flamme. Etwas Eigeninitiative und viel Glück machten es möglich, dass ich nach dem sechsten Semester mit der Polarstern auf Expedition in die Arktis gehen konnte. An Bord war ich für die Vermessung des Meeresbodens und die anschließende Datenaufbereitung, sowie für die Erstellung von Karten für andere Arbeitsgruppen zuständig.

Es war eine einmalige Erfahrung zehn Wochen auf dem Schiff zu leben und zu arbeiten. Ich habe Eisbären und Wale gesehen, im „ewigen“ Eis Fußball gespielt, bin mit dem Helikopter über Eisberge geflogen und habe geholfen, eine GPS Station in Grönland einzurichten. Ich konnte die wissenschaftliche Arbeit von Geologen und Geophysikern an Bord hautnah miterleben. Es blieb nicht bei einer Reise. Bereits ein Jahr später fuhr ich erneut mit der Polarstern in die Arktis und im Frühjahr darauf auf die andere Seite des Globus, in die Antarktis.

In einem anderen Studiengang wäre es sicher schwierig geworden, drei lange Reisen im Studium unterzubringen, ohne lange Verzögerungen in Kauf zu nehmen. Doch durch die familiäre Atmosphäre in der Geodäsie konnte ich mich unkompliziert mit Professoren, Mitarbeitern und dem Prüfungsamt absprechen und meine mündlichen Prüfungen verlegen.

Die Expeditionen in die Polregionen prägten auch meinen Schwerpunkt im Studium und mein heutiges Arbeitsfeld. Meine Masterarbeit schrieb ich über die Eismassenbilanz von Grönland und jetzt als Doktorandin am IGG im Bereich astronomische, physikalische und mathematische Geodäsie beschäftige ich mich damit, wie sich das Schmelzen der großen Eiskappen lokal und global auf den Meeresspiegel auswirkt.

 

Laura Jensen

 

 

 

 

 

 

 

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